Vitamin D – Sonnenkraft für deine Zellen
Vitamin D ist viel mehr als nur ein "Vitamin". Es wirkt wie ein Hormon und steuert in deinem Körper über 1000 Gene.
Kein Wunder also, dass ein optimaler Vitamin-D-Spiegel weitreichende Auswirkungen auf Gesundheit, Energie und Wohlbefinden hat.
Offizielle Empfehlungen? Viel zu niedrig!
Die schulmedizinischen Empfehlungen für Vitamin-D-Spiegel orientieren sich häufig an Mindestwerten, die gerade mal ausreichen, um schwere Mangelerscheinungen wie Rachitis zu verhindern.
Als „normal“ gelten in Deutschland oft Werte zwischen 20 und 30 ng/ml – doch hier beginnt der Körper bestenfalls, nicht mehr zu leiden.
Für echte Gesundheit fängt „gut“ erst bei 60 ng/ml an.
Viele Heilpraktiker und ganzheitlich arbeitende Ärzte empfehlen Zielwerte zwischen 80 und 100 ng/ml.
Und für Menschen mit chronischen Erkrankungen – insbesondere Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto, MS oder rheumatoider Arthritis – können Werte zwischen 100 und 120 ng/ml sogar therapeutisch sinnvoll sein.
Empfehlen möchte ich hier, dass Buch von Dr. med. Raimund von Helden
„Gesund in 7 Tagen: Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie“
Wie hoch ist zu hoch?
In der Öffentlichkeit kursiert oft die Angst, zu viel Vitamin D könne schaden.
Doch viele Fälle zeigen: Erst ab Werten über 140 ng/ml kann es in sehr seltenen Fällen zu Problemen wie einer Vitaminose kommen – vor allem dann, wenn wichtige Kofaktoren wie Magnesium, Vitamin K2 und Calcium fehlen.
Tatsächlich sind kalifornische Rettungsschwimmer mit ihrem regelmäßigen Sonnenbad oft bei über 100 ng/ml – ohne Symptome einer Überdosierung.
Vitamin D alleine reicht nicht – Kofaktoren beachten
Damit dein Körper Vitamin D richtig nutzen kann und die Aufnahme sicher bleibt, brauchst du einige wichtige Mitspieler:
Magnesium: Vor der Auffüllphase (am besten 2 Wochen vorher sollte der Magnesiumspeicher gut gefüllt sein)
Calcium aus pflanzlicher Quelle: In der Auffüllphase lohnt es sich, bewusst auf pflanzliche calciumreiche Lebensmittel zu achten – zum Beispiel Grünkohl, Brokkoli oder Sesam.
Pflanzliches Calcium hat eine bessere Bilanz als tierisches.
Vitamin K2 (MK-7): Es hilft dabei, dass Calcium dorthin geht, wo es gebraucht wird – in die Knochen – und nicht in die Gefäße.
Welche Erkrankungen stehen mit Vitamin-D-Mangel in Verbindung?
Ein dauerhafter Mangel an Vitamin D kann eine Vielzahl körperlicher und seelischer Beschwerden begünstigen – oft schleichend und lange unbemerkt:
Was passiert bei einem Mangel? Der Körper im „Winterschlaf“
Wenn dein Vitamin-D-Spiegel unter 30 ng/ml sinkt – was in unseren Breitengraden im Winter fast bei allen der Fall ist – fährt der Körper spürbar runter.
Du wirst müde, antriebslos, emotional instabil, infektanfälliger – wie in einer Art Winterschlaf.
Der Körper schützt sich, indem er viele Prozesse zurückfährt – das zeigt, wie zentral Vitamin D für die Vitalität ist.
Wie nehmen wir Vitamin D natürlich auf?
Vitamin D wird zu über 90 % über die Haut gebildet – durch UVB-Strahlung. Das funktioniert nur, wenn:
die Sonne hoch genug steht (über 45° Winkel)
du dich ohne Sonnenschutz ca. 20–30 Minuten täglich draußen aufhältst
genügend Haut unbedeckt ist (Arme, Beine, ggf. Rücken)
Aber es kommt nicht nur auf die Sonne selbst an – auch deine Umgebung beeinflusst die Vitamin-D-Produktion:
Am Meer reflektiert die Wasseroberfläche zusätzliches UV-Licht – ideal für die Haut
Auf einer grünen Wiese (z. B. beim Picknick oder Barfuß-Spaziergang) profitiert der Körper von natürlichem Boden-Kontakt, reflektiertem Licht
Auf einem Beton-Parkplatz hingegen wird UV-Licht teilweise von Asphalt geschluckt – weniger ideal, aber immer noch besser als gar kein Sonnenlicht.
Insgesamt gilt: Je natürlicher und lichtfreundlicher die Umgebung, desto effizienter kann dein Körper Vitamin D bilden.
Was passiert ohne tägliche Zufuhr?
Jeder Tag, an dem du kein Vitamin D über Sonne oder Produkte aufnimmst, lässt deinen Spiegel merklich absinken.
Gerade im Herbst und Winter, wenn Sonne Mangelware ist, leidet besonders dein Immunsystem. Erkältungen, Stimmungstiefs und Erschöpfung sind keine Zufälle – sie hängen oft direkt mit einem Vitamin-D-Defizit zusammen.
Ein stabiler Vitamin-D-Spiegel ist wie Sonnenlicht von innen- für Zellen, Seele und Gesundheit.
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